Vintage-Uhren richtig pflegen

Eine Vintage-Uhr hat Jahrzehnte hinter sich — mit ein wenig Aufmerksamkeit kann sie noch Jahrzehnte weiterlaufen. Die wichtigsten Regeln aus der Praxis:

Regelmäßig, aber sanft aufziehen

Mechanische Werke mit Handaufzug mögen Routine: am besten täglich zur gleichen Zeit aufziehen und stoppen, sobald Widerstand spürbar ist — nie überdrehen.

Magnetfelder meiden

Lautsprecher, Handyhüllen mit Magnet und Induktionsherde können das Werk magnetisieren und die Ganggenauigkeit stören. Etwas Abstand ist in der Regel die beste Vorsorge.

Wasser ist kein Freund alter Dichtungen

Auch wenn früher „wasserdicht“ draufstand: Dichtungen altern. Uhr vor dem Händewaschen oder Duschen abnehmen und die Krone nie im Feuchten ziehen.

Das Armband pflegen

Leder freut sich über ein weiches, trockenes Tuch und ab und zu etwas Lederpflege — sparsam dosieren und gerade bei altem Leder zuerst an einer unauffälligen Stelle testen. Metallbänder werden mit einer weichen, trockenen Bürste meist wieder frisch; Feuchtigkeit dabei vom Gehäuse fernhalten.

Richtig lagern

Trocken, bei Zimmertemperatur und mit dem Zifferblatt nach oben lagern — ideal in einer Box oder auf einem weichen Tuch, getrennt von anderem Schmuck.

Stöße vermeiden

Beim Sport, beim Heimwerken oder bei der Gartenarbeit die Uhr ablegen: Vintage-Werke sind feinmechanische Präzision, keine Sportgeräte.

Alle paar Jahre zum Uhrmacher

Eine Revision (Reinigung + frisches Öl) hilft, ein mechanisches Werk gesund zu halten — wie eine Inspektion beim Auto. Im Zweifel gehört jeder Eingriff am Werk in die Hände des Fachmanns.

Unsicher bei einem Stück? Schreib uns einfach — wir teilen gern, was wir über die Stücke wissen, die durch unsere Hände gehen.


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